Umgang mit gewaltbereiten Jugendlichen
Grenzen setzen und Orientierung geben, ohne Konflikte zu Machtspielen werden zu lassen.
- Dauer
- 2 bis 3 Tage
- Gruppe
- 8 bis 16 Teilnehmende
- Anteil
- Theorie und Praxis
- Ort
- Bundesweit
Worum es geht
Ausgangslage
Der Umgang mit gewaltbereiten Jugendlichen ist eine Herausforderung für Einrichtungen und die Menschen, die dort arbeiten. Aggressives, dominantes und einschüchterndes Verhalten führt oft dazu, dass Erwachsene zurückweichen. Aus dieser Erfahrung lernen Jugendliche, dass ihr Auftreten keine Folgen hat, und verbuchen es als Erfolg beim Durchsetzen eigener Interessen. Das bestärkt sie in ihrem Verhalten.
Gerade sie brauchen Menschen, die ihnen Orientierung geben und durch Verbindlichkeit einen sicheren Rahmen schaffen. Das setzt Erwachsene voraus, die klare Grenzen ziehen und eine Konfliktbereitschaft entwickeln, die wertschätzend und zugleich eindeutig ist.
Die Fortbildung vermittelt neben dieser Haltung Methoden, mit denen Konflikte nicht als Machtspiele ausgetragen werden. Das Ziel ist eine Lösung auf Augenhöhe. Theorie und Praxis wechseln sich ab, die Teilnahme setzt die Bereitschaft voraus, sich auf Übungen einzulassen.
Inhalte
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Basiskompetenzen – für den Umgang mit gewaltbereiten Jugendlichen
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Denkmuster – wie gewaltbereite Jugendliche ihr Handeln begründen
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Biografische Selbstentwürfe – und sozialisatorische Entwicklungsfaktoren
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Gewaltindikatoren – und kriminogene Risikofaktoren
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Der Deliktkreislauf – wie sich Taten wiederholen
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Krisenkommunikation – Aspekte einer zielführenden Gesprächsführung
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Gewaltstützende Faktoren – in der eigenen Einrichtung erkennen
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Deeskalierende Präsenz – Methoden pädagogischer Präsenz
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Nicht eskalierende Beharrlichkeit – dranbleiben, ohne zu drohen
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Konfrontative Gesprächsführung – Verhalten benennen, Beziehung halten
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Rückfallvermeidungspläne – gemeinsam entwickeln
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Eigene Sicherheit – Auftreten und Grundhaltung im Kontakt
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Raumwahrnehmung – und Körpersprache
Vorbereitungsgespräch · Praxisübungen aus Ihrem Alltag · Teilnehmerunterlagen · Fotoprotokoll · Empfehlung zur Vertiefung
Ablauf
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Erstgespräch und Bedarfsklärung
Situation, Ziele und Rahmen klären, telefonisch, etwa 30 Minuten, unverbindlich.
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Konzept und Abstimmung
Inhalte und Übungen werden auf Ihre Einrichtung und konkreten Fälle zugeschnitten.
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Durchführung
Bei Ihnen vor Ort, mit Übungen aus Ihrem Arbeitsalltag.
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Auswertung und Vertiefung
Rückblick mit der Leitung, Empfehlung für nächste Schritte und Nachsorge.
FAQ
Häufige Fragen.
Das Training arbeitet vor allem mit Haltung, Sprache und Positionierung. Körperliche Übungen sind freiwillig, werden angeleitet und an die Gruppe angepasst. Niemand muss etwas tun, das sich nicht sicher anfühlt.
Grenzsetzung, Körpersprache und Positionierung brauchen den Raum, dafür ist Präsenz die erste Wahl. Fallbesprechung, Nachbereitung und Auffrischung funktionieren online gut und sparen Reisezeit. Häufig ist eine Kombination aus beidem am wirksamsten.
Für Übungen mit Rückmeldung sind 8 bis 16 Teilnehmende ideal. Studientage für ein ganzes Kollegium lassen sich auch mit größeren Gruppen umsetzen, dann verschiebt sich der Schwerpunkt von der Einzelübung zur gemeinsamen Linie.
Das Erstgespräch findet meist innerhalb weniger Tage statt. Trainingstermine sind je nach Auslastung ab etwa sechs bis acht Wochen möglich. Nach einem akuten Vorfall wird kurzfristig ein Weg gefunden.